Bilder erzählen in ihrem Kontext stets Geschichten, die ganz einfach, aber auch komplex sein können. Sie erinnern dabei auch in der Gegenwart den Betrachter an eine konkrete Vergangenheit.

Im Gegensatz zur erzählenden Kunst, gibt es auch den formalen Ansatz: Ein gekonntes Spiel aus Fläche, Tiefe, Komposition, Spannung und Kontrast. Die Betrachtung allein ergibt im Besten Fall Sinn und braucht keine Worte.

Die Ausstellung nimmt euch mit auf eine künstlerische Reise durch das Jahr 2025. Ihr entscheidet dabei selbst, wieviel Kontext ihr zu meinen Werken braucht oder nicht. 

Beim Anklicken oder Antippen der Bilder, bekommt ihr mehr Informationen zur Arbeit. 

Januar

Erster Radierzyklus

Werkdaten

JUNO (weiblicher Torso mit Flügel)

Radierung, 19.01.2025, 15 x 20 cm.

Zum Titel

Juno galt als Göttin der Geburt, der Ehe und Fürsorge – wurde aber auch der persönliche Schutzgeist einer Frau genannt. 

Zur Idee

Die Vorstellung eines weiblichen Schutzengels schien mir stimmig. 

Zur Technik

Die Radierplatte wurde von mir mit Asphaltlack, Stahlwolle und dem Aquatinta-Verfahren in mehreren Stufen zum finalen Druckbild entwickelt.

Aquatinta ist eine Technik in der Radierung, die es ermöglicht, verschiedene Tonwertabstufungen zu erzeugen.

Die gewünschten Partien der Platte werden mit Harz (Kolophonium) bestäubt, leicht angeschmolzen und dann geätzt. Es entsteht eine körnige Struktur, quasi ein Raster aus winzigen Vertiefungen.

Werkdaten

TERRA MATER
Radierung, 19.01.2025, 10 x 15 cm

Zum Titel

Terra Mater ist die römische Göttin der Erde, die für Leben, Fruchtbarkeit und das Wohlergehen der Menschen sorgt.

 

Zur Idee

Von der höchsten Berspitze bis hinein in tiefste Bodenschichten, nichts bleibt  unberührt von uns Menschen. Aber es gab eine lange Zeit vor uns und es wird eine Zeit nach uns geben. Was für Spuren werden wir hinterlassen? 

Zur Technik

Der untere Teil der Platte entstand durch die Absprengtechnik mittels Zuckertusche. Der obere Teil durch das Aquatinta-Verfahren.

Die Zuckertusche erlaubt das "aufmalen" des Motivs mit dem Pinsel. Nach dem auftragen wird die Platte mit dem Abdecklack überzogen. Nach dem Trocknen sorgt heißes Wasser dafür, dass die Zuckertusche den Lack absprengt und diese Flächen geätzt werden können.

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